Den Bayern Park als Blinder allein besuchen? Ein Testbericht

Wer als Blinder ohne sehende Begleitung einen Freizeitpark besuchen möchte, stößt vielerorts auf Hürden oder gar Verbote. Bei unseren bisherigen Freizeitpark-Tests konnten wir jedoch aufzeigen, dass in einigen der hiesigen Freizeitparks eine Nutzung der Attraktionen als blinder Parkbesucher auch ohne sehende Begleitung entweder grundsätzlich erlaubt oder zumindest möglich ist.

Nach einem erfolgreichen Test in einem anderen bayerischen Freizeitpark, dem Skyline Park im Allgäu, besuchte ich gemeinsam mit zwei weiteren Redakteuren von Parkerlebnis.de, die mich quasi als stille Beobachter verfolgten, den Bayern Park. Hier ergab eine Vorabrecherche, dass es blinden Parkbesuchern auch ohne sehende Begleitung möglich sei, die angebotenen Fahrattraktionen (mit Ausnahme der Sommerrodelbahn) zu nutzen. Leere Versprechungen oder würde der Park sein Wort halten? Das galt es herauszufinden.

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Von Einwanderern, Autos und Wölfen: Eine Erkundungstour durch Wolfsburg – Ein kleiner Reisebericht

An einem Freitag im April 2016 besuchte ich die Autostadt Wolfsburg. Mit gerade mal 78 Jahren ist Wolfsburg eine sehr junge Stadt – die Geschichte der zugehörigen Dörfer und Ortschaften reicht zum Teil weit bis ins Mittelalter zurück.

Bekannt durch Volkswagen, den VFL oder ihre Eishockeymannschaft, hat die Stadt jedoch noch mehr zu bieten.

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Drei Tage Prag – ein Reisebericht

Dieser Text erschien bereits 2007 auf meiner alten Homepage, die ich mit dem heutigen Webseiten-Update jedoch komplett offline genommen habe. Ein paar der alten Texte werden nach und nach nun in diesen Blog integriert und neu veröffentlicht!

Die Städtereise nach Prag war in mehrerlei Hinsicht eine Premiere. Zum einen war es die erste Reise, die ich komplett alleine unternommen hatte, zum anderen war der untenstehende Reisebericht, wenn man so will, einer der ersten Blogartikel, die ich verfasst hatte.

Viel Spaß beim Lesen!

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Gedanken-Gänge XV: Sollte ich Angst haben? Ein kurzer Kommentar zu aktuellen Ereignissen

Ein neuer Terroranschlag erschüttert die westliche Welt. Selbstmordattentäter haben sich und damit viele weitere, unschuldige, Menschen in Brüssel in den Tod gerissen. Die Politik versucht nun, durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen, zukünftigen Anschlägen aus dem Weg zu gehen oder, sie zumindest scheinbar zukünftig besser verhindern zu können.

Und wieder einmal haben uns Terroristen an einem Punkt getroffen, der unseren Alltag betrifft: das Reisen nämlich.

Die Grausamkeit, mit der diese Menschen angeblich für ihren Glauben vorgehen, ist erschreckend. Noch mehr erschreckt mich dabei jedoch, wie Medien indirekt versuchen, die Angst vor weiteren Anschlägen zu schüren!

Denn man möchte scheinbar keinen Optimismus der Bürger transportieren, möchte nicht zeigen, dass sie sich auch durch solch schreckliche Ereignisse nicht in ihrem Lebensdrang und –Willen beeinflussen lassen. Lieber zeigt man uns die von uns gewählten Politiker, die um unser aller Wohl besorgt sind, erzählt von Krisengipfeln, neuen Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen usw. Der „normale“ Bürger, den man gerade an der U-Bahn-Station auf dem Weg zur Arbeit abgefangen hat, lässt man scheinbar nur im Radio zu Wort kommen, wenn er die Besorgnis und die Angst, dass so etwas wie in Brüssel auch hier in Deutschland passieren könnte, teilt.

Und das ist es doch, was die Drahtzieher hinter solchen Anschlägen erreichen wollen. Wir sollen uns doch gerade einschränken, ängstigen, auf der Hut sein. Keine Rockkonzerte, keine Fußballspiele, keine Reisen. Wenn ich vor jeder Aktivität, die nicht durch meinen Glauben begründet ist, die mir Spaß bereitet, bei der ich ausgelassen feiere oder sonst etwas tue, was denen gegen ihre religiöse Hutschnur geht, Angst haben muss, dass mir etwas passieren könnte, dann läuft hier etwas gewaltig falsch.

Wenn ich mich mit anderen über diese Einstellung unterhalte, so stimmt man mir im ersten Augenblick zu, man merkt aber, dass irgendwo doch ein Stück weit Angst mitschwingt – was ist, wenn doch etwas passiert?

Plump gesagt: Wenn doch etwas passiert, werde ich es nicht ändern und – schlimmstenfalls – auch nicht verhindern können. Ich werde nicht vor einem kurz abgestellten Koffer schreckhaft Abstand nehmen. Ich werde nicht panisch den U-Bahn-Wagen verlassen, wenn eine Gruppe Flüchtlinge einsteigt. Ich werde nicht große Menschenansammlungen auf Plätzen oder bei Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen meiden. Ich werde nicht im stillen Kämmerlein hocken, hoffen und vor allem beten, dass die Welt da draußen besser wird, bloß, weil Fanatiker es so wollen.

Sollte ich also Angst haben? Wenn ja, dürfte ich diesen Artikel hier gar nicht veröffentlichen, denn irgendwem könnte er nicht passen und dieser jemand könnte mir somit ja auch an den Kragen wollen. Und deswegen lieber erst gar nichts sagen?

Blind im Hamburg Dungeon: Grusel, Grauen und viel Humor – Ein Testbericht

Blind Freizeitparks zu nutzen und zu erleben ist, das haben wir in unseren vergangenen Tests bereits erläutert, nicht immer von Erfolg gekrönt. Sicherheitsbestimmungen und TÜV-Vorgaben schieben der uneingeschränkten Nutzung oftmals einen Riegel vor.

Doch wie verhält es sich bei Indoor-Aktivitäten und Attraktionen: Können interaktive Ausstellungen, Museen und sonstige Attraktionen von Blinden, ohne einen sehenden Begleiter genutzt werden?

Den Auftakt dieser Indoor-Testreihe, abseits der sonst üblichen Park- und Kirmeswege, machte im Oktober vergangenen Jahres das „Hamburg Dungeon“.

Im Jahr 2000 gegründet, bietet das „Dungeon“, welches übrigens zur Merlin Gruppe gehört (wie z. B. der von uns bereits getestete Heidepark auch), seinen Besuchern auf rund 3000 QM schaurig-schöne Begebenheiten aus der Hamburger Geschichte. Zwischen Pest und Piratenschlachten, Hexenverbrennungen und sonstigen Ereignissen, nehmen die Besucher an einer interaktiven Tour teil und werden dabei nicht nur von Schauspielern begleitet, sie nehmen aktiv am Geschehen der Tour teil. Wer hier jedoch punktgenaue, historisch aufbereitete Fakten erwartet, der sollte lieber ein herkömmliches Museum oder seinen Geschichtslehrer konsultieren, denn der Spaß- und Gruselfaktor stehen hier ganz klar im Vordergrund. Wenn man dies bei seinem Besuch im Hinterkopf behält und sich darauf einlässt, kann man 90 Minuten eine Menge Spaß haben.

Da wir bei unserem Heidepark-Test feststellen mussten, dass es blinden Besuchern bei den meisten Attraktionen nicht möglich ist, diese ohne sehende Begleitung zu nutzen, waren wir sehr gespannt, wie eine zur Merlin-Gruppe gehörende Indoor-Attraktion mit dieser Thematik umgehen würde.

Kleine Randbemerkung: Da wir natürlich interessierten Hamburg-Besuchern die Spannung nicht wegnehmen möchten, werden wir im folgenden Testbericht so wenig wie möglich auf inhaltliche Dinge der Führung eingehen – selber hingehen und erleben, lautet also die Devise. 😉

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