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Fünf Tage blind durch London – ein Reisebericht

s war endlich wieder soweit, die Abenteuerlust hatte mich wieder gepackt! Nach eintägigen Erkundungstouren durch München, Marburg sowie Wolfsburg innerhalb der letzten Monate, stand für mich definitiv fest, wieder eine Stadt im Ausland, über mehrere Tage, erkunden zu wollen. Viel zu lange waren meine längeren Städtetrips nach z. B. Oslo oder Kopenhagen schon her.

Im Rahmen meiner Freizeitparktestreihe für Parkerlebnis, wollte ich schon seit längerem dem Thorpe Park, 20 KM von London entfernt, einen Besuch abstatten. Doch nur für einen einzigen Parkbesuch nach London reisen? Da bot es sich förmlich an, auch dieser interessanten und facettenreichen Stadt einen Besuch abzustatten und sie zu entdecken.

Im Gegensatz zu meinen bisherigen Reiseunternehmungen war ich dieses Mal jedoch nicht alleine unterwegs. Ein befreundetes Pärchen (Sonja und Jakob), beide ebenfalls blind bzw. sehbehindert, begleiteten mich auf dieser Tour.

Unsere Erlebnisse während dieser fünftägigen Reise könnt Ihr im folgenden Artikel nachlesen. Der ausführliche Testbericht zum Thorpe Park folgt in kürze!

Parallel zu diesem Bericht entstand auch bei dieser Reise wieder eine Bildergalerie; ich würde Euch also wieder empfehlen, Euch beim Lesen des Berichts auch die entstandenen Bilder anzuschauen.

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Blind durch den Großstadtdschungel?

Die Großstadt hat viele Gesichter. Eines davon ist ein lautes, scheinbar undurchdringbares, enges, mit Menschenmassen überfülltes. Gerade dieses Gesicht wirkt auf viele, sowohl Blinde als auch Sehende, überfordernd und sie versuchen, diese Seite der Großstadt – sofern möglich – zu meiden.

Aber gerade das macht für mich persönlich auch eine Großstadt wie Hamburg oder Berlin aus. Das laute Gedränge gehört zu den Facetten, die diese Städte unter vielen anderen Facetten zu bieten hat, einfach dazu. Sie fasziniert mich auf ihre ganz eigene Art und Weise. Es ist ein Stück Abenteuer, welches ich bereit bin zu bewältigen, immer dann, wenn ich in den Großstadtdschungel eintauche.
Es scheint nur zwei Möglichkeiten zu geben Herr über das Gedrängel zu werden: sich damit arrangieren oder hilflos in ihm unterzugehen. Diese Aussage beruht nicht nur auf eigenen Erfahrungen. Sie ist auch das, was ich aus Gesprächen, wenn es um die Orientierung in der Innenstadt geht, immer wieder heraushöre. Viele wissen nicht, wie sie sich zurechtfinden sollen, viele sind schlicht weg überfordert. Warum ich es denn nicht bin – werde ich oft von vor allem Sehenden gefragt. Eine Antwort zu geben ist schwer. Daher im nun Folgenden mal einen Eindruck eines Stadtbummels, angefangen in einer x-beliebigen S-Bahn, über den Hauptbahnhof, die Fußgängerzone (Spitaler Straße) und noch ein/zwei andere Stationen. Wer wie viele der Fragesteller eine Antwort sucht, was mich am Großstadtgetümmel fasziniert, warum ich mich immer wieder hineinwage etc., der darf mich gerne virtuell auf einer kleinen Odyssee durch die Innenstadt begleiten und versuchen, sich diese Frage am Ende selbst zu beantworten. Aber Vorsicht! Es wird gedrängelt und das Schritttempo ist rasant. Wer den Anschluss verliert, hat verloren.
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