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Thorpe Park in England als Blinder alleine besuchen? Ein Erfahrungsbericht

Freizeitparks blind zu erleben und zu nutzen ist hierzulande nicht immer von Erfolg gekrönt. Es gibt derzeit (noch) keine einheitliche Regelung, ob blinde Parkbesucher eine Begleitung benötigen, ob sie auch ohne Begleitung fahren dürfen oder, ob ihnen sogar eine Mitfahrt verwehrt ist.

Schaut man einmal über den Tellerrand hinaus, so konnten wir bei unseren bisherigen Tests ausländischer Parks feststellen, dass das Thema Hilfsbereitschaft, lösungsorientiertes Handeln und der Umgang mit Menschen mit Handikap allgemein einen ganz anderen Stellenwert zu genießen scheinen. Zwar können die getesteten Parks nicht für alle Freizeitparks des jeweiligen Landes sprechen, sie gehen in jedem Fall aber mit gutem, teils bewundernswertem Beispiel voran.

Als weiterer Park im Ländervergleich testete ich für Parkerlebnis.de den Thorpe Park, der rund 20 Kilometer von London entfernt liegt. Vorabrecherchen ergaben, dass der Park es zwar begrüßen würde, wenn blinde Besucher eine Begleitperson mitbringen würden, sie ließen diese Option jedoch für den Parkbesucher offen und schlossen somit eine Nutzung der Attraktionen ohne Begleitung nicht aus.

Anders, als bei den vorherigen Testszenarien, war ich dieses Mal mit zwei sehbehinderten Freunden im Park unterwegs gewesen. Diese haben zwar noch einen geringen Sehrest, dieser reicht jedoch nicht immer vollständig aus, um sich überall orientieren oder etwaige Beschilderungen lesen zu können. Wir konnten somit unterschiedliche Testszenarien ausprobieren: blind mit Begleitung, blinde Einzelperson ohne Begleitung sowie drei blinde Personen ohne Begleitung. Wie würde der Park mit derartigen Situationen wohl umgehen?

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Erzählt man in Deutschland anders? Eine Beobachtung zu den Erzählstrukturen in deutschen und amerikanischen Krimiserien

Amerikanische Krimi-, Profiler- und Actionserien sind, spätestens seit mitte der 80er Jahre und dem flutartigen Einkauf durch private Fernsehkanäle, voll im Trend. Dieser Trend hält weiterhin an, erfreuen sich doch die zahlreichen Serien großer Beliebtheit, indess deutsche Krimi-Produktionen, vor allem von jüngeren Fernsehzuschauern, eher belächelt und als langweilig abgestempelt werden. Denn bei vielen hat der allsonntägliche „Tatort“ immer noch den Status des Alte-Leute-Krimis.

Thematisch sind sich amerikanische Serien (wie z. B. „CSI“, „Law and Order“/“Law and Order New York“ oder „Cold Case“) jedoch mit denen der „Tatort“-Krimireihe und weiteren deutschen Krimiserien (z. B. aus dem Vorabendprogramm) ähnlich: Es geht um Mord, welcher aus verschiedensten Beweggründen passiert, um Vergewaltigung und um zwischenmenschliche und oftmals auch soziale Probleme. Aber irgendetwas muss es geben, das viele Fernsehkrimifans veranlasst, eher die amerikanischen Produktionen zu bevorzugen. Ist der „Tatort“, der inzwischen seinen 40. Geburtstag feiern kann, für junge Krimiinteressenten vielleicht nicht actionreich genug?

Wirft man einen ersten oberflächlichen Blick auf verschiedenste Serien, so fällt auf, dass es bei den amerikanischen Serien andere Erzählstrukturen gibt, d. h. der Episodenablauf ist hier rasanter gestaltet und Elemente wie Ton und Bild werden anders eingesetzt. Dies soll im Folgenden nun genauer erläutert werden.

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