Drei Tage Prag – ein Reisebericht

Dieser Text erschien bereits 2007 auf meiner alten Homepage, die ich mit dem heutigen Webseiten-Update jedoch komplett offline genommen habe. Ein paar der alten Texte werden nach und nach nun in diesen Blog integriert und neu veröffentlicht!

Die Städtereise nach Prag war in mehrerlei Hinsicht eine Premiere. Zum einen war es die erste Reise, die ich komplett alleine unternommen hatte, zum anderen war der untenstehende Reisebericht, wenn man so will, einer der ersten Blogartikel, die ich verfasst hatte.

Viel Spaß beim Lesen!

Drei Tage Prag

Blind in den Urlaub fahren … und dann zu alledem noch allein… geht das?

Fragen, die mir der eine oder andere vor meiner allerersten Reise immer wiedergestellt hat. Nach zwei für mich erfolgreichen Kurztrips kann ich nur mit „ja“ antworten, was dieser Urlaubsbericht unterstreichen soll.

Sonntag:

Nachdem ich beinahe den Zug verpasst hatte, ging es am Sonntag Morgen um 08:41 Uhr los. Knappe sieben Stunden später war ich – fast – am Ziel.

Am Bahnhof Praha-Holisovice wurde ich von einem Mitarbeiter der Jugendherberge in Empfang genommen, der mich zur Unterkunft gebracht und mir dort später
das Haus gezeigt hat. Das Zimmer war relativ klein und besaß nicht – wie zuerst gedacht – Dusche und WC. WC und Dusche musste ich mir mit zwei anderen
Leuten teilen. Es war alles sehr sauber und ordentlich… Nachdem ich mich ein/zwei Stunden ausgeruht hatte, ging es weiter in Richtung Innenstadt, etwas
Essbares suchen. Die Aufregung war nun sehr groß, denn jetzt würde sich zum ersten mal richtig zeigen, wie es ist, sich in einer völlig fremden Stadt in
einem fremden Land zurecht zu finden usw. Dank der etwas ungünstigen Wegbeschreibung von – ja, wie nennt man eigentlich die Leute, die den ganzen Tag hinter
der Rezeption sitzen? 😉 – na, also halt von so einem Rezeptionsmenschen, bin ich erstmal Meterweit an der Tram-Haltestelle vorbeigelaufen… habe sie
später aber doch noch gefunden.

An dieser Stelle schon einmal etwas vorab: Was die Verständigung mit den Leuten anbelangt, so konnten die wenigsten Deutsch,
viele Englisch, manche aber auch gar nichts von beidem, von letzteren sind mir auch einige begegnet, war recht lustig. 😉

Ich wusste ungefähr, wie weit ich zu fahren hatte und stieg an der vierten Haltestelle aus. An dieser Stelle gleich noch etwas: Wer auf die Ansagen in der Tram achtet und nicht evtl.
vorhandene Schilder an den Haltestellen lesen kann, der ist beim ersten mal durcheinander, denn es werden pro Ansage meist zwei Haltestellen genannt. Das
erste ist der jetzige Halt, das zweite ist die darauf folgende Station. Doch wer das nicht weiß, der verfährt sich – evtl. – es sei denn, man fragt zur
Sicherheit nochmal nach.

OK, im Stadtzentrum angekommen, fand sich auch gleich ein kleines Bistro, direkt an der Haltestelle. Das Essen dort war sehr lecker,
es gab Spaghetti Bolognese. Einziger Unterschied zur herkömmlichen Version war hier, dass anstatt Hackfleisch Kassler reingeschnitten wurde; wirklich sehr
lecker. Zum Nachtisch gabs ein Stück Schokoladenkuchen auf Kosten des Hauses mit ein wenig zuviel Allohol. 😀 Aber gut war er trotzdem. Zurück wollte
ich wieder mit der Tram fahren, aber der Bistro-Inhaber ließ es sich nicht nehmen, mich zu fahren. Vom Zeitlichen her nahm es sich am Ende nichts, denn
der gute Mann hat sich dreimal verfahren. So endet dieser Tag für mich gegen 21:30 Uhr, denn ich war hundemüde und ging zu Bett.


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