Vier Tage blind durch Budapest – Ein Reisebericht

Donnerstag:

Das Frühstück nahm ich diesesmal bei einer Bäckerei in einem Supermarkt zu mir. Zwar sprach man hier auch nur gebrochen Englisch, aber besser gebrochen anstatt gar nicht, so wie am Vortag. Nach dem Frühstück ging es mit der U-Bahn und dem Bus erneut in Richtung Burg, zum Militärmuseum, welches am Vortag geschlossen hatte. Nach einigem hin und her bin ich nach einer schier endlosen Zeit dort angelangt und bekam gesagt, dass i.d.r. keine Führungen veranstaltet werden, die Besucher gehen allein durch die Ausstellungsräume und es war an diesem Tag auch niemand vor Ort, der mir die Ausstellung auf englisch hätte erklären können. Tolle Sache – dachte ich und machte mich nach einigen Minuten wieder auf den Weg hinunter in die Stadt.

Jetzt stand Shopping auf dem Programm und so erkundigte ich mich nach ein/zwei CD-Shops. Richtig fündig geworden bin ich in denen nicht, es ging weiter zu einem großen Shopping-Center, in dem sich ein Mediamarkt befindet. Ich fand auf dem Weg dorthin zwar jemanden, der mir – sogar auf Deutsch – den Weg erklären konnte und mich ein Stück begleitet hat, im Mediamarkt selber allerdings gab es erneute Sprachbarrieren. Das Endergebnis war, dass sie keine Trance- oder ähnliche CD’s hatten und ich zu einem anderen Mediamarkt geschickt wurde. Und so durchquerte ich mit der U-Bahn fast die ganze pester Innenstadt bis zu einem anderen Shopping-Center. Hier bin ich dann endlich fündig geworden und konnte für vergleichsmäßig wenig Geld drei CD’s erstehen.

Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es so langsam an der Zeit war, sich auf den Weg zum Treffpunkt zu machen, dem St. Gallert-Platz, wo ich mich mit zwei Leuten treffen wollte.
Ich fuhr daher mit der U-Bahn vom Shopping-Center wieder ein Stück in die Innenstadt hinein und stieg um in einen Bus, welcher mich wieder ans andere Donauufer bringen sollte. Was ich nicht wusste, es gibt bei manchen Buslinien sog. Express-Linien, die nicht an jeder Haltestelle anhalten. So einen Expressbus habe ich – natürlich – erwischt, bin aber nicht so weit vom ursprünglichen Ziel gelandet.

Auf dem Platz, welcher von Touris oft besucht wird, steht ein Brunnen, aus dem aus 8 unterschiedlichen Hähnen Wasser strömt. Man sagt, dass das Wasser aus jedem Hahn unterschiedlich schmeckt, da sie aus unterschiedlichen Quellen stammen – ich glaube allerdings eher, dass dies eine Story für die Touris ist, denn ich konnte keinen Unterschied feststellen. Der Gallert-Platz befindet sich auf der Buda-Seite, also im etwas ruhigeren Stadtteil. Ich war zu früh dort, es begann zu regnen, was will man mehr. Ich wartete und wurde auch schon bald von Lea und Atilla aufgesammelt.

Zunächst ging es in ein Café, etwas trinken und um sich ein wenig zu unterhalten, danach weiter in

zwei Supermärkte, ein paar Mitbringsel besorgen. Den Abend ließen wir dann, zusammen mit mehreren Bekannten von den Beiden, in einer Studentenkneipe ausklingen. Die letzte U-Bahn hab ich dann verpasst und musste zunächst zu Fuß die Donau überqueren und dann mit einem Bus zurück zur Herberge. Um kurz vor 1 lag ich dann im Bett.

Ursprünglich hatte ich für diesen Abend noch einen Discobesuch geplant, aber einerseits finden wohl die guten Partys erst Freitags und am Wochenende statt und andererseits stand für den Freitag auch einiges auf dem Programm. Naja, dann vielleicht beim Nächstenmal.


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